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Geschichte der Kyffhäuserkameradschaft Walle e.V.
Der Anstoß zur Gründung des “Kriegerverein Walle” gab neben der allgemeinen nationalen Begeisterung der Bremer Kaufmann Schierenbeck, der damals Pächter der Waller Feldmarksjagt war.
Unter den ehemaligen Soldaten, die als erste am 1. Oktober 1902 ihre Aufnahme beantragten, waren Hinrich Oehlkers (38), Mitkämpfer von Langensalza 1866, und Hinrich Rosebrock (6), Kriegsteilnehmer von 1870/71.
Im Juli 1909 wurde die Fahnenweihe unter Begleitung zahlreicher Vereine festlich begangen.
Bei Kriegsausbruch 1914 hatte der Kriegsverein Walle etwa 50 Mitglieder, von denen ein großer Teil am Ersten Weltkrieg teilnahm.
Schon bald nach Kriegsende wurde die Vereinsarbeit wieder aufgenommen. Um den Wiederaufbau machte sich Hauptlehrer Friedrich Vollmers als 1. Vorsitzender besonders verdient.
Allein 1920 erfolgten 19 Neuaufnahmen. Im Mai 1920 nahm der Verein am Kreis- Kriegerverbandsfest in Kirchlinteln teil. eine Mitgliederliste von etwa 1921 enthält 47 Namen.
1922 setzte sich der Kriegerverein Walle nachdrücklich für die Errichtung des Gefallenendenkmal ein und war auch Träger der Einweihungsfeier am 6. August 1922.
Am 20. Mai 1928 wurde in Walle zugleich mit dem 25 jährigen Bestehen das Kreis- Kriegerverbandsfest groß gefeiert. In den folgenden Jahren wuchs die Mitgliederzahl auf etwa 100.
Bei Beerdigungen von Mitgliedern wurde von Kameraden über dem offenen Grab ein dreifacher Ehrensalut als letzter Gruß abgefeuert.
1943 mußte die Vereinstätigkeit eingestellt werden, nachdem die Auflösung des Kyffhäuserbundes mit Wirkung vom 30. Juni verfügt war.
In den letzten Kriegstagen 1945 gingen die Fahne und wichtige Vereinsdokumente verloren. Nur eine Ehren- Stammrolle und ein Protokollbuch über die letzten Jahre 1932 bis 1939 blieben erhalten.
Am 1. Dezember 1953 erfolgte, vor allem auf die Initiative von Heinrich Kothe (15) und Wilhelm Rosebrock (94), die Neugründung als “Kyffhäuserkameradschaft Walle” mit zunächst 17 Mitgliedern, von denen vier, nämlich Wilhelm Gerken (92), Hermann Lingel (93), Johann Lührs (32) und Hinrich Oelkers (54) schon 1903 zu den Gründern des Kriegervereins Walle gehörten. 1957 wurde eine neue Fahne geweiht.
Heute hat die K.K. Walle 83 Mitglieder. Sie ist kulturell sehr aufgeschlossen und im Schießsport außerordendlich rege.
Der Wille, das Alte zu bewahren und das Neue zu fördern, hat sich aufs beste bewährt.
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